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20.12.2017

Tierheime auf Spenden von tierlieben Menschen angewiesen

Tierheime auf Spenden von tierlieben Menschen angewiesen

Tierheime stehen für alle in Not geratenen Tiere ein. Sie geben allen Tieren eine warme Unterkunft, füttern sie und zeigen ihnen, was eine liebevolle Zuwendung ist. Sie versorgen und kastrieren Straßenkatzen und nehmen kurzfristig beschlagnahmte, illegal gehandelte Hundewelpen oder Tiere aus Animal Hoarding-Fällen auf. Tierheime helfen, sind aber mehr denn je auf die Unterstützung von Spendern angewiesen.


„Wer zu Weihnachten etwas Gutes für Tiere tun möchte, liegt mit einer direkten Spende an das örtliche Tierheim richtig“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wer helfen möchte, kann aber auch an uns als Dachverband spenden. Wir leiten die Gelder an Tierheime in Not weiter und finanzieren weitere Tierschutzprojekte.“ Der Deutsche Tierschutzbund wird in Sachen Spendensicherheit vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüft und trägt das DZI-Spendensiegel. Darüber hinaus ist der Verband Gründungsmitglied im Deutschen Spendenrat und hat dessen Spendenzertifikat erhalten. Alle Informationen zur Tierheim-Nothilfe finden Tierschutzinteressierte online unter www.tierschutzbund.de/spendenprojekt-tierheime (Spendenzweck „Tierheim-Nothilfe“, IBAN: DE88 3705 0198 0000 0404 44).

Hilfe für Tierheime

Immer wieder geraten Tierheime in Notsituationen, in denen sie schnelle, unbürokratische Hilfe brauchen. Als Dachverband von mehr als 750 Tierschutzvereinen und rund 550 Tierheimen berät der Deutsche Tierschutzbund seine Mitgliedsvereine bei rechtlichen und fachlichen Fragen und unterstützt mit verschiedenen Hilfs-Fonds. Der Feuerwehrfonds kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn plötzlich unzählige beschlagnahmte Welpen aufgenommen werden müssen und die Kosten für Futter und Tierarzt explodieren. Oder wenn für ein Tier außergewöhnlich viele Operationen anfallen - so wie für Hund Pelle, der schwer verletzt und in kritischem Zustand ins Tierheim kam. Dank der vom Deutschen Tierschutzbund bezuschussten Tierarztkosten konnte er wieder genesen und mittlerweile sogar vermittelt werden.

Finanznot hat mehrere Ursachen

Verschiedenste Faktoren haben rund die Hälfte aller Tierheime in ernsthafte Finanznot gebracht. Hauptursache ist, dass der Großteil der Kommunen die anfallenden Kosten für Fundtiere nur unzureichend erstattet – obwohl deren Betreuung zu den kommunalen Pflichtaufgaben zählt. Die Tierheime müssen fehlende Gelder aus Spenden ausgleichen und wirtschaften somit zunehmend am Existenzminimum. Immer mehr Tiere werden zudem aus finanziellen Gründen abgegeben, ebenso alte und kranke Tiere, die oft schwer in ein neues Zuhause zu vermitteln sind. Auch die Gesetzgebung belastet, etwa weil sogenannte „Listenhunde“ – einmal im Tierheim – kaum eine Chance auf Adoption haben. Auch die Unterbringung von sichergestellten exotischen Tieren bringt die Tierschützer vor Ort an ihre Grenzen was die geeignete Versorgung anbelangt.

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