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31.05.2017

Internationaler Tag der Milch am 1. Juni

Internationaler Tag der Milch am 1. Juni

Zucht- und leistungsbedingte Erkrankungen, Schlachtungen von trächtigen Rindern und wirtschaftlich wertlose männliche Kälbchen – die Haltung von Milchkühen ist meist mit vielen Tierschutzproblemen verbunden. Darauf macht der Deutsche Tierschutzbund anlässlich des Internationalen Tages der Milch am 1. Juni aufmerksam. Billigpreise für Milch erlauben es Landwirten kaum, in mehr Tierschutz zu investieren. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher ein Umdenken und eine politisch gesteuerte Milchmarktstrategie. Der Verband selbst hat sein Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ auf Milchkühe ausgeweitet, um  sofortige Verbesserungen für die Tiere zu erreichen.


„Auch bei den Milchkühen steht Wirtschaftlichkeit meist vor Tierschutz“, kritisiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Doch Tierschutz gibt es nicht zum Nulltarif und wer am Tierschutz spart, tut dies auf Kosten der Tiere. Landwirte, Handel und Verbraucher – alle müssen sich ihrer Verantwortung stellen und bessere Bedingungen in der Tierhaltung möglich machen. Dazu braucht es aber auch eine langfristige, nachhaltige Milchmarktstrategie, die politisch gesteuert ist und die dem Tierschutz einen hohen Stellenwert einräumt.“

Damit die Produktion von Milch wirtschaftlich rentabel bleibt, werden Kühe auf Höchstleistung gezüchtet. Verbunden ist dies mit gesundheitlichen Problemen, wie Euterentzündungen, Stoffwechselstörungen und Klauenschäden. Die Spezialisierung auf das Zuchtmerkmal Milchleistung bringt außerdem mit sich, dass männliche Kälber von Hochleistungsrassen wirtschaftlich wertlos sind. Sie geben weder Milch, noch eignen sie sich als Mastrinder, weshalb sie früh geschlachtet werden. Auch Schlachtungen trächtiger Kühe sind keine Einzelfälle, oftmals sogar im mittleren bis letzten Trächtigkeitsstadium. Meist werden die Milchkühe aus rein wirtschaftlichen Gründen - aufgrund von Erkrankungen oder nachlassender Milchleistung – aus dem Bestand „aussortiert“. Die durchschnittliche Lebensdauer ist mit vier bis fünf Jahren extrem verkürzt. Auch mit der Haltung sind Probleme verbunden: Milchkühe stehen kaum noch auf der Weide und auch die tierschutzwidrige Anbindehaltung wird nach wie vor bei einem großen Teil der Milchkühe in Deutschland praktiziert.

Tierschutzlabel bietet bessere Bedingungen für Milchkühe

Um jetzt und sofort Verbesserungen für die Tiere zu schaffen, hat der Deutsche Tierschutzbund sein Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“ auf Milchkühe ausgeweitet. Das zweistufige Label stellt verbindliche Forderungen hinsichtlich des Platzangebots für die Kühe. Die Anbindehaltung ist verboten. In der Premiumstufe müssen die Kühe zusätzlich Zugang zu einer Weide und ganzjährig zu einem Laufhof haben. Eine komfortable Liegebox und grundsätzlich ein Fressplatz pro Kuh sowie separate Kranken- und Abkalbebuchten müssen vorhanden sein. Das betäubungslose Enthornen der Kälber ist verboten. Die Pflicht zur Erhebung tierbezogener Indikatoren soll dazu dienen, Rückschlüsse auf das Wohlbefinden zu treffen. Vor dem Transport zum Schlachthof muss eine Trächtigkeitsuntersuchung durchgeführt werden, denn die Schlachtung von trächtigen Tieren ist nicht zulässig.

Lidl führt bereits seit Januar 2017 Frischmilch unter der regionalen Eigenmarke „Ein gutes Stück Bayern“ mit der Premiumstufe des Tierschutzlabels in Bayern. Zukünftig sollen weitere Molkereiprodukte der Marke entsprechend gekennzeichnet werden. Bei der Molkerei Bechtel, die Lidl beliefert, sind erste Ställe für die Premiumstufe zertifiziert, bis zu 40 weitere werden hinzukommen.

ALDI Nord und ALDI SÜD werden etwa ab Sommer je nach Region Trinkmilch mit Premiumstufe und Einstiegsstufe einführen. Insgesamt sind bisher über 100 Ställe bei der Molkerei Gropper, die ALDI Nord und ALDI SÜD beliefert, für die Zertifizierung vorgesehen, erste Zertifizierungen sind abgeschlossen.

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