Offener Brief: Lage der Tierheime dramatisch
Die Lage der Tierheime spitzt sich weiter zu. Unter Hochdruck bemüht sich der Deutsche Tierschutzbund für seine über 700 Mitgliedsvereine mit mehr als 500 Tierheimen bundesweit um eine Lösung. Dazu gehört neben einer bundesweit einheitlichen Rahmenregelung für die Fundtierkostenerstattung auch ein Finanztopf für dringend erforderliche Investitionen in den Tierheimen. Der Deutsche Tierschutzbund geht jetzt einen ungewöhnlichen Weg: Mit einem „Offenen Brief" hat sich Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, nun an Mandatsträger auf kommunaler Ebene gewandt. Der Text wird in den Monatszeitschriften für Kommunalpolitiker der im Bundestag vertretenen Parteien (AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, DEMO - Demokratische Gemeinde, Das Rathaus, KOPO - Kommunalpolitische Blätter) veröffentlicht.  
 
Wolfgang Apel erläutert zu der Aktion: „Die  Tierheime kümmern sich mit vielen ehrenamtlichen Helfern um jedes Tier - rund um die Uhr. Das gilt auch für Fundtiere. Damit übernehmen die Tierheime Verpflichtungen der Kommunen, bleiben aber immer häufiger auf den Kosten sitzen. Zudem werden immer mehr Lasten als Folge der Gesetzgebung auf den karitativen Tierschutz abgeschoben. Das kann so nicht weitergehen, Tierschutz ist eine staatliche Aufgabe. Unsere Hilferufe dürfen nicht länger ungehört bleiben, viele Tierheime kämpfen um ihre Existenz. Der Bund, aber im Besonderen die Länder und die Kommunen müssen handeln!"
 
 
Tierschutz und Kirche nähern sich an

Foto: Kirchentag Mensch und Tier www.kirchentagmenschundtier.de

 

 

 

 

Der Landestierschutzverband Nordrhein-Westfalen hat auf seiner Hauptversammlung 2009 in Essen die Annäherung von Tierschutz und Kirche begrüßt. In einem aufschlussreichen Vortrag erläuterten die Pfarrer Friedrich Laker und Steffen Hundert die wechsel- und leidvolle Geschichte von Tierschutz und Kirche. Sie war über Jahrhunderte von einem stark Menschen bezogenen Weltbild der christlichen Kirchen und nicht zuletzt von kirchlich geduldeter Tierquälerei geprägt. Diese Haltung hatte verheerende Auswirkungen für die tierischen Mitgeschöpfe. Erst spät setzte sich der Gedanke durch, dass Tiere eigene Recht und eine eigenen Würde haben. Um so mehr begrüßt der Landestierschutzverband den "1. Deutschen Kirchentag Mensch und Tier", der vom 27. - 29. August 2010 in Dortmund im Rahmen der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 stattfinden wird.  Dabei tritt der LTV als Partner der "Aktion Kirche und Tiere" e. V. auf, die diesen Kirchentag organisiert. Der Vizepräsident des Landestierschutzverbandes, Dr. Ralf Unna, erläutert dazu: "Als Tierschützer sind wir froh und dankbar, dass es innerhalb der Kirche endlich eine starke Gruppe gibt, die sich aktiv für unsere Mitgeschöpfe engagiert. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung beim 1. Deutschen Kirchentag Mensch und Tier. Ein grundlegend neues Verhältnis zum Mitgeschöpf Tier ist dringend notwendig!"

Link >>>

Pressemitteilung vom 14.06.2009 (PDF) >>>

 
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