Unseriöse Spendenwerbung per Telefon PDF Drucken

Foto: EuroIn den letzten Tagen häufen sich beim Deutschen Tierschutzbund Hinweise darauf, dass derzeit offenbar unseriöse Spendensammler per Telefon und mit Rufnummernunterdrückung versuchen, von Tierfreunden Spenden zu erhalten, so u.a. in Delmenhorst (Niedersachsen) und Starnberg (Bayern). Bei den Telefonaten wird offenbar so getan, als seien die Anrufer durch den Deutschen Tierschutzbund oder einem ihm angeschlossenen Mitgliedsverein autorisiert. Die Angerufenen werden am Telefon dazu gedrängt, einer Spende zuzusagen und direkt die Bankverbindung für den Bankeinzug zu nennen. Der Deutsche Tierschutzbund distanziert sich ausdrücklich von dieser unseriösen Form der Spendeneinwerbung, die einer „Drückerkolonnen-Methode“ gleichkommt. Diese Aktion findet nicht im Namen und auch nicht im Auftrag des Deutschen Tierschutzbundes oder seiner ihm angeschlossenen über 700 Vereine mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen statt. Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation prüft rechtliche Schritte.

Jedem, der auf diese Weise angerufen wird, rät der Deutsche Tierschutzbund dringend davon ab, persönliche Daten herauszugeben. Falls ein solcher Anruf erfolgt, wäre es zudem für die weiteren Ermittlungen hilfreich, wenn dies an den Deutschen Tierschutzbund gemeldet wird.

Wer den Tieren wirklich helfen will, sollte sich im Vorfeld immer gut informieren, wem er sein Geld anvertraut. Ein seriöser Verein bietet dem Interessenten die Möglichkeit, die Satzung einzusehen und kann zudem eine Bescheinigung vom Finanzamt über die Gemeinnützigkeit vorweisen. Diese Bedingung erfüllen alle Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes. Der Tierschutz-Dachverband ist zudem Mitglied im Deutschen Spendenrat und als einzige Tierschutzdachorganisation Träger des durch das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) vergebenen Spendensiegels. Damit unterzieht sich der Deutsche Tierschutzbund neben der Kontrolle durch die Finanzämter der freiwilligen Kontrolle durch zwei unabhängige Institute. Alle in dem Dachverband zusammengeschlossenen Vereine verzichten auf unseriöse Werbe-Methoden, wie aggressive Straßenwerbung oder mit psychischem Druck ausgeübte telefonische Spendenwerbung.

 

 
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