Elend der Katzen beenden – Katzenverordnung als Gesetzesvorlage für Aigner PDF Drucken

Der Deutsche Tierschutzbund hat Bundesministerin Ilse Aigner den Entwurf einer Tierschutz-Katzenverordnung übermittelt. Ziel: Verbindliche Regelungen für die Haltung und den Umgang mit Katzen festzulegen und durch eine Kastrationspflicht der ungewollten Vermehrung und dem damit verbundenen Elend der vielen ungewollten jungen Katzen entgegenzuschreiten.
 
Der Frühling beginnt und die Tierheime müssen sich wieder auf eine Katzenschwemme einstellen. Denn Katzen können im Jahr zwei bis drei Mal jeweils vier bis sechs Junge bekommen, wenn sie nicht kastriert sind. Oftmals werden die ungewollten Welpen dann einfach in den Tierheimen abgegeben oder werden ausgesetzt. Und nur ein Teil dieser ausgesetzten Kätzchen hat Glück und landet auch im Tierheim, wo sie versorgt werden. Die anderen haben oftmals keine Überlebenschancen und gehen mangels Futter und Pflege leidvoll zugrunde. Darüber hinaus stellt die große Anzahl freilebender Katzen die Tierschutzvereine und Kommunen gleichermaßen vor große, manchmal nahezu unlösbare - auch finanzielle - Aufgaben. Die freilebenden Tiere stammen letztendlich alle von Katzen aus Privathaushalten ab, deren Fortpflanzung nicht kontrolliert wurde.
 
„Viele nehmen das Leid der Katzen im Ausland z.B. an Urlaubsorten wahr, die dramatische Situation in Deutschland wird aber oft übersehen. Es ist Zeit, zu handeln", erläutert Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, den Entwurf.
 
In dem nun vom Deutschen Tierschutzbund vorgelegten Entwurf sind die auf verschiedenen Ebenen von Tierschutzorganisationen, Tierärzteschaft und Kommunen bereits diskutierten Lösungsmöglichkeiten in einer Tierschutz-Katzenverordnung gebündelt. In ähnlicher Weise existiert eine Katzenverordnung bereits in Österreich. Der Deutsche Tierschutzbund fordert bereits seit vielen Jahren - analog zur Hundehaltungsverordnung - rechtlich verbindliche Vorgaben zur Haltung von Katzen.
 
Kastration hilft Katzenelend zu vermeiden
Der Deutsche Tierschutzbund richtet daher an alle Katzenbesitzer einen dringenden Appell, ihre Tiere frühzeitig beim Tierarzt kastrieren zu lassen. Darüber hinaus sollte jedes Haustier eindeutig mit einem Mikrochip gekennzeichnet und beim Deutschen Haustierregister® (www.registrier-dein-tier.de) kostenfrei eintragen werden. Nur so kann das Tier bei Verlust eindeutig identifiziert und dem Besitzer zurückgeführt werden.

Quelle: http://www.tierschutzbund.de/

 

 
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