10 Jahre Tierschutz im Grundgesetz – Kein Grund zum Feiern
Am 17. Mai 2002 hat der Bundestag mit überwältigender Mehrheit beschlossen, den Tierschutz in das Grundgesetz aufzunehmen. Der Tierschutz ist somit Staatsziel. Die Situation für die Tiere hat sich bis heute, zehn Jahre nach dem Beschluss, allerdings kaum verbessert. Auch die aktuellen Entwicklungen sind ernüchternd: Die von der zuständigen Bundesministerin Ilse Aigner aktuell vorgelegten Gesetzesänderungen werden einem Staatsziel nicht gerecht. Der einzig richtige Weg ist aus Sicht des Tierschutzes eine umfassende Novellierung des Gesetzes, verbunden mit der Einführung eines Verbandsklagerechts. Mit einer ganzseitigen Anzeige in der heutigen Ausgabe der BILD (Berlin/Brandenburg) nimmt der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit seinem Landesverband, dem Tierschutzverein für Berlin und Umgebung, Stellung zu den aktuellen Entwicklungen. „Der Unterschied zwischen Anspruch des Grundgesetzes und Wirklichkeit im Tierschutzgesetz ist eklatant. Das Staatsziel Tierschutz darf nicht folgenlos bleiben. Auch alles, was aktuell an Gesetzänderungen durch die Bundesministerin Ilse Aigner vorgelegt wurde, wird einem Staatsziel nicht annähernd gerecht. Wir brauchen eine grundlegende Novellierung des Tierschutzgesetzes“, erklärt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Eine der wichtigsten Maßnahmen, um den in der Verfassung verankerten Tierschutz zu stärken, wäre die Einführung der Tierschutzverbandsklage. Mit ihren aktuellen Vorschlägen zur Änderung des Tierschutzgesetzes bleibt die Bundesministerin Ilse Aigner weit hinter den tierschützerischen Notwendigkeiten zurück. Noch im Februar 2011 hat die Bundesministerin Änderungen in Aussicht gestellt, die in dem jetzt vorliegenden Entwurf nicht mehr wiederzufinden sind. Dazu gehört z.B. das Verbot von Wildtieren im Zirkus. „Bei anderen Themen bleiben die Vorschläge auf halber Strecke stehen“, so Schröder. Beispielhaft nennt der Deutsche Tierschutzbund die lange Frist von noch mindestens fünf Jahren bis zum Verbot der betäubungslosen Kastration von Ferkeln. Auch das angekündigte Verbot der Kleingruppenkäfige für Legehennen ist gescheitert, weil die Bundesministerin die Umsetzung einer entsprechenden Bundesratsentscheidung verweigert. Bei der Umsetzung der EU-Tierversuchsverordnung in nationales Gesetz bleibt der Vorschlag der Bundesministerin weiter unter den Möglichkeiten mehr Tierschutz, auch in Hinblick auf das Staatsziel Tierschutz, durchzusetzen. 
 
Jetzt für „Kollege Hund“ 2012 anmelden
kollege_hund12Zusammen mit Tierschutzbotschafterin Julia Rohde und vielen seiner Mitgliedsvereine ruft der Deutsche Tierschutzbund zum diesjährigenAktionstag „Kollege Hund“ am 28. Juni auf. Der tierische Schnuppertag findet bundesweit bereits zum fünften Mal statt. Ausgutem Grund, denn mit dem Kollegen Hund verbessert sich das
Arbeitsklima, Stress wird abgebaut und die Motivation steigt – und so bewährt sich der Hund auch im Arbeitsalltag als treuer,verlässlicher Freund des Menschen. Wie gut das funktioniert, zeigtGewichtheberin und Olympiateilnehmerin Julia Rohde mit ihrem Hund Jack in einem Video unter www.kollege-hund.de. Dort ist auchdie Anmeldung zum Aktionstag möglich.Nicht immer können Tierfreunde ihre Hunde mit zur Arbeit nehmen. Neben dem Einverständnis des Chefs und der Kollegen, mussselbstverständlich auch sichergestellt sein, dass die Bedürfnisse desTieres erfüllt werden. Der Hund sollte Rückzugsmöglichkeiten und einen Platz mit seiner Decke, seinem Napf und seinem Spielzeug haben. DiePausen sollten dem Hund gewidmet werden. Dann steht einem erfolgreichen gemeinsamen Arbeitstag nichts mehr im Wege. DennHunde fühlen sich am wohlsten, wenn sie bei Herrchen und Frauchensind. Aber auch Chefs und Mitarbeiter profitieren vom „Kollegen Hund“, da ein sozial verträglicher Hund positiv auf das Arbeitsklima wirkt:Wenn zum Beispiel ein Kollege kurz innehält, um mit dem Hund zu spielen oder auch beim Gassigehen einspringt, hebt das die allgemeine Stimmung.Alle Firmen, die sich am Aktionstag „Kollege Hund“ beteiligen, werdenvom Deutschen Tierschutzbund mit einer Urkunde als tierfreundliches Unternehmen ausgezeichnet. Jährlich geben über 1.000 Unternehmenihren Mitarbeitern die Gelegenheit, ihren „Kollegen Hund“ mit ins Team ufzunehmen. Das Anmeldeformular steht auf www.kollege-hund.de zum Download bereit. Dort finden Interessierte darüber hinaus in einem Video-Trailer Impressionen vom „Trainingsalltag“ von Julia Rohde undihrem Hund Jack, der sie begleiten durfte.